Wie Athlet:innen vom automatisierten Livestreaming profitieren

Bereits seit Start des Fernsehzeitalters bieten Livestreams von Sportevents Sportler:innen eine einzigartige Plattform, um Menschen nicht nur in der Nähe, sondern auf der ganzen Welt zu begeistern. Mit dem digitalen Fortschritt und dem steigenden Wunsch nach Konnektivität konnte sich so die automatische Livestream-Produktion durchsetzen. Doch was bedeutet das nun für den Sport bzw. für die einzelnen Sporttreibenden? Isabella Kresche, österreichische Nationaltorhüterin, treue Unterstützerin und Ex-Mitarbeiterin von Morawa Digital, klärt auf!

Die Vorteile von Live-Übertragungen für Sportler:innen

Bevor ich genauer auf die einzelnen Punkte eingehe, hier erstmal ein kurzer Überblick der wesentlichsten Vorteile für Athlet:innen, den sie durch die laufende Weiterentwicklung von Livestreaming-Angeboten erhalten:

Besseres Scouting: Schneller und einfacher entdeckt werden

Bereits seit Start des Fernseheralters bieten Livestreams von Sportevents Sportler:innen eine einzigartige Plattform, um Menschen nicht nur in der Nähe, sondern auf der ganzen Welt zu begeistern. Mit dem digitalen Fortschritt und dem steigenden Wunsch nach Konnektivität konnte sich so die automatische Livestreamproduktion durchsetzen. Doch was bedeutet das nun für den Sport bzw. für die einzelnen Sporttreibenden?

Vor allem in Mannschaftssportarten nimmt das Scouting einen hohen Stellenwert in der Karriereplanung eines jeden Vereins ein, aber auch bei den einzelnen Athlet:innen. Bereits in jungen Jahren werden aussichtsreiche Nachwuchstalente in verschiedenen Fördernachwuchszentren zusammengeholt und gefördert. Bisher wurde das Scouting vor allem regional durch Scouts am Platz oder Probetrainings durchgeführt. Möchte jedoch über regionale Grenzen hinaus gearbeitet werden, dann ist der Scoutingprozess oft mit Probetrainings vor Ort und einhergehenden Reiseaufwand verbunden. Auch in Nischensportarten wird das bisher häufig so gehandhabt.

Durch das steigende Livestreaming-Aufkommen wird sich der Scoutingmarkt jedoch drastisch verändern. Neben dem erleichterten Scoutingprozess für die jeweiligen Vereine, haben nun auch Athlet:innen die Möglichkeit, sich aufgrund vorhandenen Videomaterials bestmöglich in Szene zu setzen. Es kann dadurch ein breiteres Netz ausgeworfen werden, um möglichst viele potenzielle neue Karriereschritte miteinzubeziehen und eine Selektion dieser zu erleichtern. Dadurch können sich Athlet:innen vollkommen auf die eigene Leistung konzentrieren, ohne hohe Reisestrapazen auf sich nehmen zu müssen.

Bessere Vermarktung von Sportler:innen

Eine flächendeckende Livestreamproduktion würde aber nicht nur den Scoutingprozess erleichtern, sondern führt auch zu einer einfacheren Vermarktung von Sportler:innen. Denn wenn es um Sponsorensuche geht, zählt oft nicht der/die größte Sportler:in zu sein, sondern die beste Vermarktung der/des Einzelnen. Dabei kann und wird die Erstellung von automatisierten Videomaterial in der Zukunft eine tragende Rolle spielen.

Athlet:innen von Sportarten mit hoher Medienpräsenz erfreuen sich oft über Sponsorenverträge und Werbeaufträge. Doch wieso sollten nicht auch vermeintliche Nischensportarten ihren Sport vernünftig vermarkten können?

Neben der Möglichkeit Sponsorings direkt im Livestream einzubinden, können Athleten:innen vor allem durch die höhere Sichtbarkeit ihrer Partnerschaften punkten. Sowohl die Einbindung von Sponsorings auf dem Trikot als auch das sichtbare Platzieren von Werbegegenständen kann die Sponsorensuche erleichtern. Daher gilt: Umso flächendeckender und qualitativ hochwertiger die Übertragungen, umso höher die Sichtbarkeit der Partnerschaften und umso bessere Chancen auf einen Sponsorenvertrag.

Neben dem Livestreaming spielt das Erstellen von Videomaterial für Sportler:innen eine tragende Rolle in der Vermarktung. Ob Instagram, Facebook, Twitter oder TikTok, Social Media erfreut sich einer immer größer werdenden Vermarktungsplattform. Oftmals können so bereits Kinder und Jugendliche Kooperationen mit großen Unternehmen in der Sportbranche heranziehen.

Doch wie funktioniert das? Oftmals sind es die Eltern, die ihre Kinder manuell filmen, die Videos schneiden und bearbeiten, um sie dann zu Vermarktungszwecken ins Netz zu stellen. Die automatisierte Videoproduktion kann dabei einen deutlichen Mehrwert bieten – aber natürlich nicht nur für Eltern, sondern für alle Sporttreibenden dieser Welt.

Durch die verschiedenen Kameraperspektiven und die Aufzeichnung des gesamten Spielfeldes, können nun neben den schönsten Tricks und Toren, die die essentiellen Fähigkeiten des Kindes unterstreichen, auch taktische Spielzüge gezeigt werden, welche die Spielintelligenz der Athletin bzw. des Athleten hervorheben.

Bessere Leistung dank intelligenter Videoanalyse

Kamerasysteme, die mit künstlicher Intelligenz gesteuert sind, vermögen es den Vereinen nicht nur Spiele, sondern auch Trainings aufzuzeichnen und zu analysieren. Die Analyse bietet des weiteren nicht nur die Möglichkeit, das Team als Ganzes genaustens zu untersuchen, sondern auch gezielte Spieler:innen-Anlysen können durchgeführt werden.

Videoaufnahmen in Verbindung mit den Daten der Spielanalyse bieten den einzelnen Athlet:innen die Chance, Verbesserungsmöglichkeiten wahrzunehmen sowie ihre Social Media Kanäle und Scouts mit konkreten Fakten und Beispielen auszustatten. Außerdem kann durch die erhöhte Perspektive der automatisierten Kamerasysteme eine andere Dimension in den Videoschnitt miteinbezogen werden.

Durch meine mehrjährige Erfahrung sowohl im Amateur- als auch im Profisport kam ich sehr häufig mit Videoanalysesysteme in Kontakt. Noch vor ein paar Jahren wurden bei meinem Verein auch mit manuell gefilmten Videoaufnahmen gearbeitet. Dabei stellten vor allem der Qualitätsunterschied, das fehlende Panorama und die insuffiziente Kameraführung immer wieder ein Problem bei der Analyse dar.

Mit den automatisierten Kameras und einer professionellen Videoanalysesoftware mit Tagging- und Zeichentools, wird nicht nur die Handhabung für Trainer:innen erleichtert, es ermöglicht uns Sportler:innen auch, unsere Fähigkeiten besser visuell zu analysieren. Oft gibt es automatisierte Bewegungen, die man so aktiv nicht mehr wahrnimmt. Diese können aufgrund der visuellen Analyse jedoch analysiert und verbessert werden.

Die Zukunft von Livestreaming im Sport

Seit ungefähr einem Jahr bin ich nun mit dem Bereich des Livestreaming mehr und mehr in Kontakt gekommen. Einerseits durch meinen Job bei Morawa Digital, andererseits aber auch auf sportlicher Ebene. Mit leistbaren KI-Kamerasystemen und profesionellen Aufbereitungen der Medien ist im Fußball ein großer Schritt in Richtung der Digitalisierung des Livebildes geschehen. Auch andere vermeintliche Nischensportarten werden für Zuseher:innen interessanter, sobald Livebilder einfach abrufbar sind.

Ich freue mich sehr auf die Weiterentwicklung im Livestreamingmarkt, sowohl als Sportlerin, aber auch als begeisterte Zuseherin. Die Nachfrage nach Bewegtbild im Sport wird immer größer und damit wird auch das Angebot und die Qualität von Livestreams steigen.

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